Migräne und mögliche Ursachen

Migräne

Migräne ist eine zeitweilige Funktionsstörung des Gehirns. Unter dieser Form des Kopfschmerzes leiden weltweit etwa 8 - 12 Prozent aller Erwachsenen. Zu den Symptomen gehören, neben wiederkehrenden Kopfschmerzattacken, auch vegetative Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Die Kopfschmerzen sind in der Regel pochend oder pulsierend und treten häufig einseitig auf. Die Kopfschmerzen werden bei Bewegung stärker und sind länger als vier Stunden andauernd .

Kopfschmerz

Kopfschmerz wird als Volkskrankheit bezeichnet und beeinträchtigt die Lebensqualität der Betroffenen erheblich. Um die Beschwerden zu lindern, gibt es eine Reihe von Medikamenten und nichtmedikamentösen Maßnahmen. Um für den Einzelfall eine wirkungsvolle Therapie zu finden, bedarf es jedoch zunächst der korrekten Diagnose. Der Schlüssel dazu ist ein ausführliches Gespräch über Art und Verlauf der Kopfschmerzen. Denn Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz: Es gibt über 190 verschiedene Kopfschmerzformen; am häufigsten sind die Migräne und der Spannungskopfschmerz.

Spannungskopfschmerz

Der Begriff Spannungskopfschmerz beschreibt wiederkehrende Kopfschmerzen, die als dumpf, drückend oder ziehend empfunden werden. Meistens betreffen sie beide Kopfhälften und sind leicht bis mittelschwer. Anders als bei Migräne verstärken sie sich nicht bei Bewegung, sind nicht von Übelkeit begleitet und gehen nur sehr selten mit einer erhöhten Lärm- und Lichtempfindlichkeit einher.

Clusterkopfschmerz

Der so genannte Clusterkopfschmerz tritt selten auf, wird aber von den Betroffenen - in der Hauptsache Männer - als sehr belastend empfunden. Die Schmerzen setzen in der Regel nachts ein und betreffen nur eine Seite des Kopfes. Sie wechseln fast nie die Seite und sind von höchster Intensität. Im Gegensatz zu Migräne treten die Schmerzattacken im „Cluster“, d. h. mehrfach hintereinander auf: Es kann mehrere Schmerzattacken täglich geben, die 30 Minuten bis 2 Stunden andauern. Gleichzeitig tränen meistens die Augen, die Nase läuft, man schwitzt im Gesicht. Der Clusterkopfschmerz tritt typischerweise in Serien auf, die von beschwerdefreien Intervallen abgelöst werden. In seltenen Fällen treten die Symptome von Clusterkopfschmerzen und Migräne in fließendem Übergang auf.

Behandlung

Neben muskulären Verspannungen, etwa durch schlechte Haltung bei der Arbeit, kommt der Wirbelsäule bei Kopfschmerzen und besonders bei Migräne eine zentrale Bedeutung zu.

Der erste und zweite Halswirbel (Atlas und Axis) haben eine Schlüsselfunktion in der Biomechanik und Neurologie des Körpers. Hier befindet sich - laienhaft ausgedrückt - die Schnittstelle zwischen dem Gehirn und dem Rückenmark. Neben der oberen Halswirbelsäule hat auch der Übergang zwischen Halswirbelsäule und Brustwirbelsäule eine besondere Bedeutung. An dieser Stelle treten Nerven aus der Wirbelsäule, die den Durchmesser der Blutgefäße, die in den Kopf führen, verändern können. 

Sind diese Nervenimpulse gestört kann es zu einer funktionellen Durchblutungsstörung kommen. Vielfach nimmt der Patient Ohrgeräusche (ein Klingeln) wahr.

Aufgabe des Chiropraktikers ist es die gestörten Nervenimpulse zu normalisieren, die Verspannungen zu beseitigen und den Körper wieder in seine Balance zu bringen.