Naturheilverfahren

Schmerzfrei mit und ohne Apotheke

Es muss nicht immer gleich die Chemie-Keule sein

Omas Hausmittel oder der ein oder andere exotische Rat kann helfen.

Kopfschmerzen: Manchmal hilft eine längere heiße Dusche. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Verspannungen die Ursache für das Kopfweh sind, dann helfen auch heiße Kompressen mit Leinsamen.

Wirksam ist auch, Schläfen, Stirn und Nacken mit Pfefferminzöl oder 'Tigerbalsam' sanft einzureiben. Achten Sie aber darauf, dass nichts in die Augen kommt und schrubben Sie die Hände anschließend gut ab.
Für Kinder ist die Pfefferminz- oder Tigerbalsam- Behandlung am Kopf ungeeignet.

Auch Gewürze und Daumendruck helfen

Halsschmerzen:
Gut sind warme Halswickel, zum Beispiel mit Kartoffeln. Innerlich hilft Salbeitee. Wenn Sie die Sache so nicht in den Griff kriegen oder wenn Fieber auftritt, sollten Sie zum Arzt oder Heilpraktiker (spätestens nach drei Tagen).

Rückenschmerzen:
Hier hilft eine Kompresse mit erwärmtem Johanniskraut. Binden Sie sie auf die schmerzende Stelle und bedecken Sie sie mit einem warmen Schal. Auch hier gilt: Gehen Sie spätestens am dritten Tag mit Schmerzen zum Arzt oder Chiropraktiker.

Zahnschmerzen:
Auch wenn es vielen Menschen schwer fällt: Bei Zahnschmerzen sollten Sie unbedingt gleich zum Zahnarzt gehen. Unbehandelte Zahnschmerzen gefährden nicht nur das Gebiss, sondern können auch das Herz schädigen. Im Notfall gibt es aber zwei Möglichkeiten, schmerzfrei über die Runden zu kommen:

  • Nelken: Eine Gewürznelke an die schmerzende Stelle gelegt und/oder etwas Nelkenöl draufgerieben vertreibt den Schmerz sofort.
  • Akupressur: Wenn Sie gerade keine Nelke zur Hand haben hilft auch ein Trick aus dem fernen Osten: Drücken Sie mit dem Daumennagel der einen Hand auf die Stelle, wo der Daumennagel der anderen Hand beginnt. Auch hier ist der Schmerz bei richtiger Anwndung sofort weg. Allerdings nur solange Sie drücken. Schmerzt die rechte Seite, drücken Sie auf den linken Daumennagel und umgekehrt.

Pflanzliche Heilmittel

Die Wirksamkeit von pflanzlichen Heilmitteln (Phytotherapeutika) zur Behandlung von Rückenschmerzen ist nur schwach belegt.

Pflanzliche Mittel sind nicht unbedingt sanfte Mittel - Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sind in gleicher Form möglich wie bei "synthetischen Medikamenten". So entspricht etwa das Nebenwirkungsprofil von Weidenrindenextrakten (Salicylate) und der Teufelskralle (Harpagophytum) dem verschiedener synthetischer Schmerzmedikamente (siehe Aspirin & Co.).
Wenn Sie Phytotherapeutika einnehmen möchten, sprechen Sie am Besten vorher mit Ihrem Apotheker oder Heilpraktiker.

Einreibungen

Die Wirksamkeit von Salben oder Wärmepflastern mit Diclofenac oder Capsaicin bei Rückenschmerzen ist ebenso belegt wie die Wirksamkeit von von Einreibungen mit Pflanzenextrakten.
Der Effekt ist eher gering. Bei der Wirksamkeit gibt es eine nicht unerhebliche Zuwendungskomponente ("streichelnde Hände"). Daher können wir Einreibungen nur begleitend zur chiropraktischen Behandlung von akuten oder chronischen Rückenschmerzen empfohlen.

Grüne Smoothies – lecker und gesund

Immer häufiger hört und liest man zur Zeit von einem aktuellen Trend – Grüne Smoothies.

Hierbei handelt es sich um ein interessantes Experiment, dessen Ergebnis sich nun mehr und mehr durchsetzt, einfach, weil es wirkt. Ursprünglich wurde der grüne Smoothie von Victoria Boutenko entwickelt (oder zumindest erstmals in einem Buch erwähnt). Die Dame war gesundheitlich angeschlagen und war auf der Suche nach einer Möglichkeit, sich umfassend mit Vitalstoffen zu versorgen ohne massenhaft grünen Salat zu essen. Sie verfiel auf eine simple wie auch geniale Idee: rein damit in den Vitamix, Wasser drauf und lospüriert. Das Ergebnis muss ziemlich ungenießbar gewesen sein, worauf sie dann einfach einige Stücke Obst hinzu gab. Und siehe da: der grüne Smoothie war geboren. Das Obst ist natürlich für sich genommen schon gesund, aber im grünen Smoothie eher als Geschmacksverbesserer zu sehen, denn die meiste Vitalstoff-Power liegt im Blattgrün der pürierten Salate. Durch das Pürieren in einem guten Mixer wird das Blattgrün nämlich bis auf Zellebene aufgebrochen und die vielen Vitalstoffe des Chlorophyll freigesetzt. Und ganz nebenbei ist der Salat so auch viel leichter zu verdauen und kann außerdem in größeren Mengen zu sich genommen werden. Also ein rundes Paket. Grüne Smoothies sind einfach herzustellen, haben wenig Kalorien bei höchster Vitalstoffdichte und tun einfach gut. Das Einzige, was Sie zur Herstellung benötigen, ist ein guter Mixer. Der allerdings sollte schon Power haben (mehr dazu können Sie hier erfahren http://www.gruenesmoothies.org/). Und schon kann es losgehen. Ein kleiner Tipp noch: Mixen Sie Ihren grünen Smoothie zu Brei und löffeln Sie ihn. Das ist für die Verdauung besser, als ihn dünn zu pürieren und zu trinken. Denn durch das Kauen wird unsere Verdauung noch zusätzlich unterstützt.