Sacro-Occipital-Technique

Die Sacro-Occipital-Technique (S.O.T.) wurde in den 50ger Jahren des 20. Kahrhunderts von dem Osteopathen und Chiropraktiker Dr. De  Jarnette (D.C.) entwickelt. Wegen der physiologischen Beziehung zwischen dem Sacrum (Kreuzbein) und dem Occiput (Hinterhauptbein) trägt sie Ihren Namen. Diese zwei Regionen dienen als Ankerpunkte für die harte Hirnhaut (Dura mater), welche das Gehirn und das Rückenmark umgibt. Im inneren dieser Membran befindet sich die Rückenmarkflüssigkeit, das Liquor cerebralis.

Der Kreislauf des Liquor ist für eine gute Gesundheit wesentlich. Eine genaue, regelmäßige, rhythmische Bewegung zwischen Schädel und Kreuzbein regelt den optimalen Kreislauf des Liquor um das Gehirn und das Rückenmark, "Sacral-Pump-Mechanismus" gernannt.

Dr. De Jarnette teilte die Symptome seiner Patienten in eine Vielzahl von Gruppen von Krankheitsbildern ein, aus denen schließlich drei Katregorien hervorgingen:

Kategorie 1

Äußerliche Anzeichen sind Haltungsasymetrien und leichte Fehlstellungen. Der Patient klagt über Herzrhytmusstörungen, Sodbrennen und allgemeines Unwohlsein. Meist wir erhöhter Blutdruck beobachtet.Schmerzen treten nur sehr selten auf. Daher bleiben Schädigungen der Kategorie 1 meist unbehandelt.

Ursache der Symptome ist eine Verwirrung der Hirn- und Rückenmarkshaut. Es kommt zu Spannungen und ungleichen Druck innerhalb des zentralen Neversystems. Das Liquor kann nicht mehr richtig fließen. So kommt es zu einer Vielzahl funktioneller Störungen im gesamten Körper.

Kategorie 2

Der Patient klagt über ziehenden Kopfschmerz, Arm- und Beinschmerzen, Knieprobleme aber auch Verdauungsstörungen, Herzschmerzen und verstärktes Sodbrennen.

Äußerlich sind Haltrungsveränderungen zu beobachten. Der Orthopäde wird ein kurzes Bein feststellen und wahrscheinlich Einlagen verordnen.

Ursache der Beschwerden sind fortgesetzte Belastungen durch einseitige Tätigkeiten und langes Sitzen, die zu einer Störung der Beckengelenke führen.Das Becken steht schief. Dieser Schifstand hat zur Folge, dass der gesamte Körper aus der Balance gerät.

Äußerlich sind Muskelverspannungen feststellbar (und mit dem InsightMillennium meßbar), innerlich kommt es zu stärkeren Spannungen der Dura mater (harte Hirnhaut) und damit zu einseitigem Druck auf das Gehirn und die Nerven. Verstärkte organische Probleme sind die Folge.

Beschwerdebilder der Kategorie 2 sind die am heufigsten anzutreffenden Beschwerden. Die Ursachen sind meist mechanischer, psychischer und/oder chemischer Stress, verursacht durch einseitige Belastung, langes Sitzen, einen unausgeglichenen Wasserhaushalt, schlechte Ernährung und berufliche wie private Anspannung.

Kategorie 3

Der Patient klagt über dauerhafte Schmerzen und Bewegungseinschränkungen und nimmt eine Schutzhaltung ein.

In Kategorie 1 und Kategorie 2 versucht der Körper die Fehlstellungen zu kompensieren. Ein "krummer Rücken" ist die Folge. In Kategorie 3 kann der Körper die Schiefstellung des Beckens und damit der Wirbelsäule nicht mehr ausgleichen. Es kommt zu deutlichen Schädigungen der Knochen und Knorpel, der Bandscheiben und der Muskulatur. Arthrose, Bandscheibenvorfälle und Muskelverkürzungen sind die Folge.

Eine intensive und mehrfache konsequente Behandlung kann den Körper vor dauerhaften Beeinträchtigungen schützen und ihn wieder in seine Balance führen.