Osteopathie

Die Osteopathie geht auf Andrew Tyler Still (06.08.1828 bis 12.12.1917) zurück. 1874 verkündete Still seinen Diagnose- und Behandlungsansatz und nannte ihn Osteopathie (abgeleitet aus den griechischen Worten Osteo = Knochen und Pathie für Leiden).

Zu seinen späteren Schülern zählte auch Daniel David Palmer, der Begründer der Chiropraktik.

Osteopathie beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Gewebestrukturen im Körper. Jede Struktur, egal ob Knochen, Bänder, Sehnen, Faszien oder Organe, ist von der Funktion und dem Grad ihrer Beanspruchung abhängig. Das heißt, ein Muskel wird stärker und größer wenn er vermehrt beansprucht wird. Ebenso wächst ein Knochen, wenn er anhaltenden Zug- und Druckbelastungen ausgesetzt ist. An dieser wechselseitigen Abhängigkeit von Struktur und Funktion setzt die Osteopathie an.

Solche Funktionsstörungen verursachen Beschwerden wie z.B. Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Fehlhaltungen, Organstörungen etc. Sie zeigen sich als beeinträchtigte Bewegungen einer Struktur. Diese Bewegungsstörungen und die daraus folgenden Funktionsstörungen gilt es zu erkennen und durch zielgerichtete manuelle Behandlungstechniken zu beheben. Hierdurch werden dann die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert, so dass das Grundleiden behoben werden kann.

Die Kinderosteopathie bezieht die Besonderheiten in der Entwicklung der Kinder und Jugendlichen ein und ermöglicht so eine zielgerichtete, schonende Therapie.